Interview - Jugendwart Rafael Schreeck 2010

1. Herr Schreeck, waren Sie in Ihrer Jugend auch Mitglied der Jugendwehr und was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?
Ja, ich war in der Jugendfeuerwehr und bin dann mit 16 Jahren in die aktive Gruppe gewechselt. Dort wurde ich dann ziemlich schnell Betreuer der Jugendfeuerwehr und dann Jugendwart. Am meisten Spaß hatte ich an den Aktivitäten und an den praktischen Diensten.

2. Wie beurteilen Sie die allgemeine Jugendarbeit in Stemmen u.a. bezugnehmend auf die Jugendwehr?
Die Jugendfeuerwehr ist eine der wenigen Einrichtungen, die Aktivitäten für Jugendliche bei uns im Dorf anbietet. Die nächsten Institutionen, wie Fußballvereine, befinden sich erst im Nachbardorf. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass die Jugendfeuerwehr ein breites Spektrum an Jugendarbeit bietet.

3. Welche Gründe bewegten Sie, die Funktion des Jugendwartes zu übernehmen?
Ich habe einfach sehr viel Spaß an der Arbeit mit Jugendlichen und hatte früher schon das oben genannte Problem, dass es nur sehr wenige Aktivitäten für Jugendlich gab. Dies soll sich für die nachkommenden Jugendlichen ändern.

4. Was würden Sie einem Jugendlichen/ einer Jugendlichen sagen, um ihn/ sie für die Jugendwehr zu begeistern?
Ich glaube wenn man den Jugendlichen zeigt, wie viel Spaß der Dienst und die Aktivitäten machen, ist das Überzeugung genug. Des Weiteren profitieren wir durch „Mundpropaganda“ und durch unsere Öffentlichkeitsarbeit.

5. Blickt man auf verschiedene Platzierungen bei Wettbewerben, findet man die Jugendwehr Stemmen meistens auf erfolgreichen Plätzen im oberen Drittel wieder. Was bedeutet das für Sie und für die Jugendlichen? Wird das im Dorf zur Kenntnis genommen?
Es ist natürlich immer erfreulich für die Jugendlichen, wenn sie gute Platzierungen belegen. Leider werden diese Platzierungen, abgesehen von den Eltern, wenig zur Kenntnis genommen.

6. Können Sie mit wenigen Worten die Aufgaben und den Dienst der Jugendwehr beschreiben?
Vermitteln von Feuerwehrtechnik und Brandschutz, allgemeine Jugendarbeit, Spaß haben, Kameradschaft.

7. Erreichen Sie Meinungen über die Jugendwehrarbeit von den Dorfbewohnern und wenn ja, wie fallen diese aus?
Meinungen der Eltern erreichen uns oft bei öffentlichen Aktionen oder bei Elternabenden. Diese sind dann zu unserem Erfreuen sehr positiv.

8. Was können die Jugendlichen mit in den aktiven Dienst übernehmen?
Ich denke, dass in der JFW eine ganze Menge Grundwissen vermittelt wird, welches im aktiven Dienst und vor allem beim Grundlehrgang sehr hilfreich ist. Auch die Kameradschaft miteinander ist ein wichtiger Punkt.

9. Wie steht es um die Verständigung/ Zusammenarbeit zwischen der Jugendwehr/ den Jugendwarten und dem Brandmeister?
Da man gemeinsam den Dienst in der aktiven Gruppe leistet und auch privat sich gut kennt, ist die Zusammenarbeit kein Problem und funktioniert wunderbar.

10. Wie ist die Verständigung mit Ihren Stellvertretern, wie funktioniert die Arbeit im Team?
Auch diese Zusammenarbeit funktioniert sehr gut aus den oben genannten Gründen.

11. In der Geschichte der stemmer Jugendwehr gab es Höhen und Tiefen. Welche Momente haben Sie besonders in Erinnerung behalten?
Das schlimmste für die Stemmer Jugendfeuerwehr war sicherlich die Zeit während sie „ruhte“. Die Höhen waren natürlich zahlreich, aber das Stadtzeltlager in Bantorf gehört wohl mit zu den besten, da wir dort drei von vier ersten Plätzen geholt haben.

12. Was erhoffen und erwarten Sie von der Jugendwehr in der Zukunft?
Ich erwarte und hoffe, dass die Mitgliederstärke gehalten wird und wünsche mir, dass die Zusammenarbeit immer so gut funktioniert, wie zu dieser Zeit.


Interview - Ortsbrandmeister Michael Griese 2012

1. Herr Griese, waren Sie in Ihrer Jugend auch Mitglied der Jugendwehr und was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?
Ich war von 1993-1996 Mitglied der Stemmer JF und war natürlich von Einsatzübungen und Ausflügen begeistert!

2. Sie waren selbst einmal Jugendwart. Wie beurteilen Sie die allgemeine Jugendarbeit in Stemmen u.a. bezugnehmend auf die Jugendwehr?
Die Jugendarbeit in Stemmen lässt, mal abgesehen von der Feuerwehr, zu wünschen übrig. Ich bin froh, dass wir mit der Jugendfeuerwehr eine Organisation im Dorf haben, die den Kindern und Jugendlichen ein derart breit gefächertes Spektrum an Angeboten bietet, das so kein anderer Verein leisten kann und will. Vor diesem Hintergrund kann jeder Jugendwart oder Betreuer stolz darauf sein, eine Zeit lang die Verantwortung für die Jugendarbeit im Dorf übernommen und die Kinder ein Stück weit auf ihrem Weg begleitet zu haben.

3. Wie beurteilen Sie die Jugendarbeit der Jugendwarte in Stemmen?
Man übernimmt als Jugendfeuerwehrwart grundsätzlich viel Verantwortung, da man sich in verschiedenen Situationen wie beispielsweise im Dienst oder bei Ausflügen um viele unterschiedliche Charaktere kümmern und begeistern muss. Das ist nicht immer einfach aber auch häufig mit positiven Erfahrungen verbunden, insbesondere dann, wenn die Arbeit insgesamt Früchte trägt in Form von einem bestandenen Truppmann-Lehrgang und die anschließende Übernahme in die Einsatzgruppe der Feuerwehr Stemmen.

4. Wie erklären Sie sich die bundesweit fallende Tendenz der Mitgliederzahlen und wie könnte man dieser entgegen wirken?
Dazu gibt es drei Faktoren:
Einerseits sind die Feuerwehren derzeit und in Zukunft unmittelbar von den Auswirkungen des demographischen Wandels betroffen. Je weniger Kinder es insgesamt gibt, desto schwieriger wird es, die Mitgliederzahlen wenigstens konstant zu halten.


Andererseits unterliegt eine freiwillige Feuerwehr auf dem Dorf gerade im Rahmen eines Gesellschaftswandels den Auswirkungen der „Landflucht“. Immer mehr Leute ziehen in die Städte, so dass die Einwohnerzahlen in den Dörfern fallen, was sich wiederum erschwerend auf die Mitgliederzahlen der Jugendfeuerwehren auswirkt.


Ein weiterer Punkt ist aber häufig auch, dass die Feuerwehren und somit auch die Jugendfeuerwehren zu konservativ und festgefahren denken. Man hält an alten Strukturen fest und isoliert sich somit in einem schleichenden Schritt von einer dynamischen Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der Mitgliederwerbung ist eine Imagesteigerung der Feuerwehren insgesamt dringend nötig, was nur durch eine Öffnung der Feuerwehren für neue Ideen und Reformen gewährleistet werden kann. Ziel muss es sein, sich bürgernah, modern und leistungsstark zu präsentieren und insbesondere durch viele moderne Aktionen die Jugend im Dorf zu begeistern.


5. Was würden Sie einem Jugendlichen/ einer Jugendlichen sagen, um ihn/ sie für die Jugendwehr zu begeistern?
Ich würde ihm die Imagebroschüre der Jugendfeuerwehr Stemmen sowie den DVD-Trailer mitgeben! Mit dieser Öffentlichkeitsarbeit ist die JF Stemmen bestens im stadtweiten Vergleich aufgestellt und kann überzeugen.

6. Erreichen Sie Meinungen über die Jugendwehrarbeit von den Dorfbewohnern und wenn ja, wie fallen diese aus?
Die Meinung im Dorf über die Jugendfeuerwehr ist aufgrund der Leistungen und Angebote, die von der Jugendfeuerwehr auch für das Dorf und die Lebensqualität in Stemmen in den letzten Jahren geschaffen wurden, durchweg positiv. Selbst Politik und Verwaltung der Stadt Barsinghausen bestätigen zu verschiedenen Anlässen zu Recht immer wieder, dass in Stemmen eine hervorragende Jugendarbeit von der Feuerwehr geleistet wird.

7. Was hat die Jugendfeuerwehrarbeit für Auswirkungen auf die aktive Gruppe?
Sie ist die wichtigste Mitgliederquelle und Garant für eine zukünftig funktionierende Einsatzbereitschaft. Die Jugendarbeit in der Feuerwehr hat daher höchsten Stellenwert und muss zu jeder Zeit volle Unterstützung schon im Eigeninteresse einer Feuerwehr genießen.

8. Wie steht es um die Verständigung/ Zusammenarbeit zwischen der Jugendwehr/ den Jugendwarten und Ihnen als Brandmeister?
Bestens. Ein ständige und vor allem unbürokratische Kommunikation auch innerhalb des Ortskommandos ist dabei Grundlage für effektive Entscheidungen. Dadurch sind wir vielen anderen Feuerwehren voraus. Die Jugendwarte haben vor dem Hintergrund der bisher hervorragenden geleisteten Arbeit mein volles Vertrauen und das des Kommandos.

9. In der Geschichte der Stemmer Jugendwehr gab es Höhen und Tiefen. Welche Momente haben Sie besonders in Erinnerung behalten?
Ich habe im Zusammenhang mit der Jugendfeuerwehr in Stemmen zumeist nur sehr positive Erinnerungen, da sie sich in den letzten Jahren sehr zum Guten gewandelt und für sich und das Dorf insgesamt sehr viel bewegt hat. Ich erinnere dabei an die hervorragende Öffentlichkeitsarbeit durch die Imagebroschüre, die Homepage und auch den DVD-Trailer. Weiterhin an den Berufsfeuerwehrtag, den Kindertag an der Kirche, an top-organisierte JF-Wettbewerbe in Stemmen und an tolle Ausflüge und Aktionen. Das wichtigste für mich als Brandmeister aber auch für mich als Bürger in Stemmen ist es, dass die Jugendfeuerwehr die Leute im Dorf begeistert und einbindet und auch ein Stück weit durch ihre Bürgernähe und Flexibilität für positive Verwunderung sorgt.

10. Was erhoffen und erwarten Sie von der Jugendwehr in der Zukunft?
Die Jugendfeuerwehr ist auf dem richtigen Weg. Wenn es so weitergeht, wie in den letzten Jahren, dann habe ich absolut keine Bedenken hinsichtlich des Mitgliederbestands oder der Meinung im Dorf über die Jugendfeuerwehr. Wichtig ist nur, dass die Jugendwarte aber auch die Feuerwehr insgesamt sich von äußeren Umständen oder Schwierigkeiten, sei es durch berufliche Verhinderung, sei es durch den demographischen Wandel nicht von diesem Weg abbringen lassen. Der Erfolg der Arbeit innerhalb der Jugendfeuerwehr Stemmen aber auch für das Dorf insgesamt hat gezeigt, wie wichtig eine interessante und bürgernahe aber vor allem eine der Zeit angepasste Jugendarbeit ist.

 


Interview - Jugendfeuerwehr Mitglieder 2010

. Wie gefällt es Dir in der Jugendfeuerwehr ?
"Gut! Man hat dort viele Freunde und versteht sich mit den Jugendwarten." (S.L.)
"Gut, weil es sehr viel Spaß macht!" (N.M.)

2. Was macht Dir am meisten Spaß ?
"Die Kameradschaft und die praktischen Übungsdienste" (M.E..)
"Die praktischen Übungsdienste und mit dem Feuerwehrauto fahren." (M.M.)

3. Was findest Du am langweiligsten?
"Die Theoriestunden." (L.S.)

4. Möchtest Du einmal in die aktive Feuerwehr ?
"Auf jeden Fall" (F.M.)
"Auf jeden Fall" (N.M.)

5. Aus welchem Grund bist Du in die JF eingetreten ?
"Weil mich schon immer die Arbeit der Feuerwehr interessiert hat!" (G.M.)
"Ich habe vorher bei den Übungen zugeguckt. Das hat mir nach einer Menge Spaß ausgesehen." (N.T.)
"Durch Freunde" (J.L.)

6. Was könnte Deiner Meinung nach noch besser gemacht werden ?
"Jede Woche Feuerwehr!" (J.R.)
"Nichts! Ich finde, so wie der Dienst jetzt ist, ist er ganz in Ordnung." (L.R.)
"Gar nichts!" (J.E.)

 

Stand 2010